Warum man dieses „Ding“ aus dem Fenster schmeißen sollte!

Die Schüler/innen der 2AK bloggen und geben der nächsten Generation im Deutschunterricht bei Prof. Martin Erian wertvolle Tipps mit auf den Weg. Welche Emotionen die unbeliebt-effiziente Handygarage hervorruft, beschreiben Mihaela Topalovic, Daniela Nikic und Michelle Höck im folgenden Beitrag.


Jeder kennt sie, jeder hasst sie – die Handygarage. Für die Unwissenden da draußen: Die Handygarage ist eine einfache Box aus Holz mit vielen kleinen Fächern, in die man das eigene Handy reinlegt, bevor die Stunde beginnt. Bei gewissen Lehrern/Lehrerinnen muss man dies nicht tun, aber der Großteil findet diese Idee sehr gut.

Dieses mittelgroße Stück Holz sorgt also für viel Aufregung und jetzt erzählen wir euch, warum man es schleunigst loswerden sollte.

Wir sind keine kleinen Kinder!

Die meistbenutzte Begründung für die Handygarage ist, dass die Schüler/innen sich auf den Unterricht konzentrieren sollen. Dabei vergessen die Lehrer aber einen ganz wichtigen Punkt: Wir sind keine Kinder mehr, denen man einfach das „Spielzeug“ wegnehmen kann und denkt, dass jetzt alles gut sei.

Im Gegenteil: Wir fühlen uns dadurch nicht respektiert. Wir sind Jugendliche und wollen für unsere Taten die Verantwortung übernehmen und selber Fehler machen. Je mehr ihr uns das Handy wegnehmt, desto weniger sind wir aufmerksam im Unterricht.

Die Lehrer/innen würden jetzt sicherlich anfangen zu lachen, aber es stimmt. Wir blicken ständig zur Uhr und sind genervter als vorher, weil wir nur sehnsüchtig auf die Pause warten.

Nicht jeder ist gleich

Es gibt Schüler/innen, die sich nicht dafür interessieren, ja richtig, aber es gibt auch welche, die diszipliniert genug sind, um das Handy selbst wegzulegen. Das nennt man auch „Will-Power“. Jeder von uns hat sie im Körper und je mehr wir sie nutzen, desto stärker wird sie.

Wenn wir lernen, das Handy selber wegzulegen anstatt dass jemand es uns wegnimmt, dann können wir später sicherlich auch die Handys bei der Arbeit oder in der Vorlesung an der Universität weglassen. Da gibt es nämlich nicht so etwas wie Handygaragen. Das nutzen wir dann aus und können dann besser am Handy sein, da es niemanden mehr gibt, der es uns wegnimmt.

Klingt doch logisch, oder?

„Früher hatten wir sowas nicht, damals…“-Sätze

Diesen Satz hat sicherlich schon JEDER Erwachsene zur heutigen Jugend gesagt. Und lassen Sie uns mal klarstellen: Es tut uns nicht leid, dass sie sowas früher nicht hatten. Es klingt harsch, aber es ist die Wahrheit. Wir jammern euch voll, dass unser Akku leer wird und ihr jammert uns voll, dass ihr diese wundervolle Technik nicht hattet.

Dabei wissen wir doch alle: Ihr wärt genau gleich gewesen. Ja, wir schätzen uns sehr wohl glücklich wegen der Erfindung des Smartphones, aber uns einen Aufsatz über frühere Zeiten vorzutragen, bringt nicht viel. Beschwert euch doch bei den Erfindern, nicht bei uns. Wir können nichts dafür.

Kompromiss?

Wie wäre es, wenn wir eine Woche oder vielleicht nur paar wenige Tage ohne Handygarage den Alltag gestalten und ohne Drohungen das Handy wegzunehmen? Danach können Sie sich ein Bild ausmalen, ob die Box bleibt oder nicht.

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