„Es ghert anfåch mehr gschmust“

Oder: „Küssen kann man nicht alleine“

Der Kuss ist ein Ausdruck der Liebe, der Zuneigung und der Freundschaft. Zu diesem Thema melden sich 3AK und 3BK am Ende des Wonnemonats Mai zu Wort. 

Obwohl in Zeiten von Corona nicht immer und mit jedem möglich, haben sich die beiden Klassen unlängst im Deutsch-Unterricht bei Prof. Andrea Knauder zwar nicht praktisch, aber theoretisch und kreativ mit dem Thema „Küssen“ beschäftigt. Anhand von teilweise bekannten Gedichten und Liedtexten wurde auf das Thema eingestimmt, um sich in weiterer Folge wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen, was sich bei einem Kuss im Körper abspielt und was dabei ausgelöst wird.

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together unique: Das Schreiben geht weiter!

Neue Frist statt Abbruch

Zahlreiche Kulturinitiativen wurden von der Corona-Epidemie in die Knie gezwungen, doch das Schreiben geht weiter. Der mehrsprachige Schreibwettbewerb together unique | skupaj enkratni | zusammen einzigartig hätte eigentlich in diesem Frühsommer zu seinem feierlichen Abschluss gelangen sollen, doch noch ist vieles anders.

Intensive Beratungen haben aber klar gezeigt: Das literarische Schreiben ist nicht zu stoppen. Als neuer Einreichtermin dient der 8. November 2020, eine Prämierung der Siegertexte ist für Dezember dieses Jahres geplant.

Informationen zu den Vorgaben sowie zur Jury finden Sie hier.

Wie gelingt das Erinnern heute?

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs

Derzeit gedenken die Menschen in ganz Europa dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945. Begangen wird dieser Tag allerdings höchst unterschiedlich – in Trauer um verlorene Angehörige, im Zeichen der Erleichterung und der Herbeiführung von Frieden oder, wie etwa in Russland, als Anlass zur Machtdemonstration, um sich als Sieger eines Krieges mit rund fünfzig Millionen Todesopfern, mehrheitlich Zivilistinnen und Zivilisten, zu präsentieren.

Die Schüler/innen der 4AK setzten sich im Fach Politische Bildung und Geschichte bei Prof. Martin Erian anlässlich des Jahrestages mit der Erinnerungskultur auseinander. Einige Jugendliche beschäftigte die Frage, wie angemessenes Gedenken wirklich aussehen kann. Lukas Egerer-Köhler zog mit Blick auf die unterschiedlichen Zugänge in der Welt keine positive Bilanz: „Man merkt sehr, dass Denkweisen der heutigen Politiker manchmal noch denen der damaligen ähneln und sich dies natürlich darauf auswirkt, wie gehandelt wird. Was man an diesem Tag viel eher in den Vordergrund stellen sollte, sind nicht die Absichten der heutigen Politiker, die damaligen Meinungsverschiedenheiten weiterzuführen, sondern einzusehen, dass der Krieg ein sehr großer Fehler war. Es sind so viele unschuldige Menschen gestorben, die vielleicht noch am Leben sein könnten. Länder, Familien, Wohnräume wurden gnadenlos zerstört.“

Andere beschäftigten sich mit der Frage, wie junge Menschen mit dem Weltkrieg und dem Holocaust/der Shoah umgehen. Dabei arbeiteten sie eine Diskussion auf, die schon lange geführt wird: jene um die „Selfies des Grauens“ (nachzulesen bereits aus dem Jahr 2014 bei derstandard.at).

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Zum Welttag des Buches

Praxis-HAK liest!

Seit einem Vierteljahrhundert wird am 23. April Jahr für Jahr der Welttag des Buches gefeiert. Prof. Maria Mrčela hat als Schulbibliothekarin der Praxis-HAK Völkermarkt nun dazu aufgerufen, anlässlich dieses Ehrentages sein bevorzugtes oder auch aktuelles Buch vor den Vorhang zu holen. Denn sie betont, dass aktuell das Lesen wieder Platz gewinnt: „In Zeiten von Corona und der dadurch resultierenden Isolation sind einige von uns wieder auf den Geschmack gekommen, haben ihre Buchbestände durchforstet und Zeit gehabt, erneut in ihren Lieblingsbüchern zu schmökern.“

Zahlreiche lesenswerte Beiträge von Lehrpersonen wie auch Jugendlichen sind dazu auf www.hak-vk.at erschienen – und zwar hier.

Alltag in Corona-Zeiten

Und zwar lyrisch

„Wos kundadns duan?“ Unter diesem Titel veröffentlichte die 2016 verstorbene österreichische Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger einst ein Gedicht, dass von der Verweigerung, überhaupt nur aufzustehen, erzählt. „Wos kundadns duan?/Da weka radschad und radschad,/und i ria mi ned.“

Dass Daheimbleiben hat in diesen Wochen der Corona-Pandemie eine ganz neue Bedeutung erhalten, auch weil sich die Arbeit nachhause verlegt hat. Daher nahmen die Schüler/innen der 1BK im Deutschunterricht bei Prof. Martin Erian den Text zum Anlass, über ihren neuen Alltag nachzudenken – und der ist so gar nicht von Langeweile geprägt.

Eine Auswahl der besten Gedichte lesen Sie hier – häufig nach dem Vorbild Nöstlingers auch im Dialekt abgefasst.

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