Eine Weihnachtsgeschichte

Von Michelle Dobeitz, Hannah Fido, Stefanie Homer und Larissa Mischitz

Der kleine Franz wartete schon ganz gespannt auf die Weihnachtszeit. Morgen war der erste Dezember und er konnte endlich sein erstes Türchen öffnen. Dieses Jahr fiel der erste Dezember sogar auf den ersten Adventsonntag und er freute sich schon sehr darauf, die erste Kerze am Adventskranz anzuzünden, aber noch mehr freute er sich schon ganz auf den Morgen, an dem er sein erstes Türchen aufmachen konnte, weil er seinen Lieblingskalender bekommen hatte. Er war mit Schokolade gefüllt.

Als er am nächsten Tag aufgewacht war, lief er gleich zu seinem Kalender, um das erste Türchen zu öffnen. Mit großen glänzenden Augen blickte er auf den großen Adventskalender, der an der Wand in der Küche hing. Mit seinen kurzen Armen konnte er kaum das Türchen ohne Hilfe erreichen. Da er unbedingt die Tür öffnen will, holte er seine Mutter Mathilda zur Hilfe, die gerade die Betten machte. „Mama, ich schaffe es nicht, die Tür des Adventskalenders aufzumachen. Kannst du mir bitte helfen?“, brüllte Franz durchs ganze Haus. „Ja, natürlich, Schatz, warte einen Moment“, antwortete Mathilda mit leiser Stimme. Daraufhin läuft er voraus in die Küche.

Nach kurzer Zeit kam sie in die Küche und half ihm beim Öffnen. Er freute sich so sehr, dass er die Schokolade voreilig herausgenommen hatte, dabei fiel sie auf den Boden. Er bückte sich, um sie aufzuheben. Danach wollte er sie in den Mund stecken, aber seine Mutter erlaubte es ihm nicht, da sie auf dem Boden gelegen hatte. Franz wurde sehr traurig, so dass er zu weinen begann. Mathilda hatte das so leid getan und gab ihm stattdessen ein Stück ihrer Schokolade.

Es verging Tag um Tag und es wurden immer mehr Türen vom Adventskalender geöffnet, bis nur mehr Nummer 24 übrig geblieben war. Heiligabend. In diesem Jahr war der Heilige Abend genau auf dem vierten Advent, was dem kleinen Franz irgendwie besonders viel bedeutete. Er wusste selbst nicht warum, aber seine Uroma hatte ihn einmal erzählt, wenn alles auf einem Tag sei, sollte das Christkind großzügiger mit den Geschenken sein. Also ging er, so wie jedes Jahr, zur Kinderchristmette und sang mit seinem Schulchor zahlreiche Weihnachtslieder. Bevor er aber in die Kirche ging, durfte er noch die vierte Kerze am Adventkranz anzünden, um dem Christkind den Weg zu bereiten. Nach der Kirche bekamen alle Kinder noch ein Geschenk, und der Pfarrer meinte, er habe es vom Christkind zugeschickt bekommen.

Franz musste sofort wieder an die Geschichte von seiner Uroma denken. Als er dann von der Christmette heimkam, stand schon das Essen am Tisch. Als er und Mathilda mit dem Essen fertig waren, hörte er plötzlich ein Glöckchen und lief voller Aufregung ins Wohnzimmer, wo der Baum stand, mit ganz vielen Geschenken. Er hatte richtig leuchtende Augen, was Mathilda glücklich machte.

Franz sagte zu Mathilda: „Urli hatte doch recht, mit der Geschichte, die sie mir erzählt hat.“

Dass vier Adventsonntage zwischen 1. und 24. Dezember Platz finden, steht den kreativen Autorinnen zu.