Weihnachten auf der Wache

Von Florian Kogoj, Lukas A. Olschnig, Lauro Schöndorfer und Mihaela Topalović

An einem verschneiten Weihnachtstag mussten die Asphalt-Sheriffs Karl-Heinz Jochen und Wilhelm Mertens wieder ihren Dienst antreten. Wie gewohnt gab es einige schlimme Verstöße gegen Recht und Ordnung. Zum Beispiel wurden wegen Verstöße ermittelt wie der §32 SMG Unerlaubter Umgang mit Drogenausgangsstoffen oder auch §37 des StVO. Aufgrund der weihnachtlichen Bedingungen nutze Oberkommissar Jochen Glöckchen anstatt der gewohnten Fahrradklingel.

Kurz vor Feierabend mussten sie noch auf die verdiente Ruhephase warten, weil ihnen ein schwerer Verstoß ins Auge gesprungen war, nämlich: Auf einer gewöhnlichen Kreuzung blieb ein Fußgänger nicht bei einer roten Ampel stehen. Der Täter hatte sich mit den Worten, es wäre kein Auto in Sicht gewesen, gerechtfertigt, aber die routinierten Fahrradcops kannten diese Ausrede schon in- und auswendig. Mertens verrechnete ein Bußgeld von 400 Euro, obwohl Jochen sagte, dass er an Heiligabend ein Auge zu drücken solle.

Nach dem letzten Bußgeld für diesen Tag begaben sich Jochen und Mertens von dannen, Richtung Polizeistation. Nach geschlagenen fünf Minuten waren die zwei Fahrradcops mit ihrem Dienst fertig, aber als Jochen und Mertens vom Dienstfahrrad zum privaten Fahrrad wechseln wollten, bemerkten die zwei Beamten, dass beide privaten Fahrräder einen Platten hatten. Danach äußerte sich Mertens zum Zwischenfall, dass sie spontan Weihnachten in der Polizeistation verbringen müssen.

Zufälligerweise gab es einen entzückenden Adventskranz in der Polizeistation, dieser sprang jeder Menschenseele sofort ins Auge. Jochheim machte mit seinem Nokia 3310 Musik, nämlich „Last Christmas“. Jochen forderte aber für die Internetkosten von Mertens eine Beteiligung von 50%. Mertens unterstützte diese Forderung.

Romantisch aßen sie zu zweit im Besprechungsraum Fertigpizza aus der Tiefkühltruhe. Jochen schenkte seine geschätzten Arbeitskollegen Mertens ein Sixpack alkoholfreien Radler von Heineken, dennoch meinte er, dass Jochen ihn niemals während der Dienstzeit zu sich nehmen dürfe. Mertens schenkte Jochen neue LED-Fahrradlichter und Reflektoren, um die Sicherheit am späten Abend zu garantieren. Beide waren überglücklich über ihre Geschenken, da sie ihnen auch bei ihrer Leidenschaft, nämlich ihre geschätzten Arbeit, einen deutlich Vorteil brachten. Nach der Bescherung und ein paar lustigen Schabernacks verabschiedeten sich Jochen und Mertens ins Land der Träume.

Am nächsten Morgen klingelte Jochens Wecker in aller Frühe und Jochen und Mertens begaben sich mit ihren Fahrrädern, dass sie nun schon repariert hatten, Richtung Heimat.