Massen in den Bann gezogen

Memes, Gifs, Bilder und Videos – Katzen dominieren zweifellos die sozialen Netzwerke. Nicht ohne Grund schrieb Carmen Oster im August 2018 in der „Kleinen Zeitung“, Katzen würden uns „klicklich“ machen. Mike Herbstreuth behauptete Ende desselben Jahres auf „deutschlandfunkkultur.de“ sogar, man könne „die Geschichte des Internets und vor allem, wie Menschen das Internet genutzt haben, anhand von Katzen-Content erzählen“.

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Worst #WorldPuppetryDay Ever

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Die Schüler/innen der 1AK wagten sich begleitet von Prof. Martin Erian nicht nur erstmals über ein Reclamheft – Gottfried Kellers Märchen Spiegel, das Kätzchen -, sie setzten sich in Arbeiten für das Kulturportfolio im Fach Deutsch auch mit dem flauschigen Medienphänomen auseinander.

Konkret wurden dafür verschiedene Katzen unter die Lupe genommen, die auf Instagram, Facebook oder Twitter Fangemeinden von mehreren hunderttausend oder sogar Millionen Menschen hinter sich vereinen – so zum Beispiel Choupette Lagerfeld, Lil Bub, Wilfred Warrior oder Grumpy Cat, ein kürzlich verstorbener Internetstar von Weltformat. Dabei zeigte sich: Nicht nur ein berühmtes Frauerl oder Herrl sorgt für besondere Prominenz. Pascal Romano: „Um berühmt zu werden, kann es sehr hilfreich sein, dass die Katze eine seltene Krankheit besitzt, die sich auf das Aussehen auswirkt“ – und dennoch ein glückliches Leben möglich macht.

Aktiv folgen die Jugendlichen der 1AK Katzen jedoch kaum. „Ich persönlich schaue mir nicht so viele Bilder und Videos von Katzen an, beobachte aber lieber meine eigenen“, schreibt etwa Larissa Mischitz. Ähnlich positioniert sich auch Florian Kogoj: „Mir persönlich springen Katzenbilder in Form von Memes oft ins Auge. Doch Katzen folgen, das ist für mich nichts.“

„Diese Bilder können wir uns gar nicht mehr aus dem Internet wegdenken, doch man sollte – egal, wie lustig es sein mag – die Tiere nicht zu etwas zwingen.“

– Lauro Schöndorfer

In Teams wurden Präsentationen erarbeitet, die Inhalte wurden zudem mithilfe von Microsoft Sway multimedial aufbereitet. Dafür wurden auch die Tablets der Schule im Unterricht eingesetzt, die seither nicht mehr in der Ecke verstauben, sondern häufig in Verwendung stehen.

In den Arbeiten zu Gottfried Kellers Spiegel, das Kätzchen, der Geschichte um den klugen Kater Spiegel und den Stadthexenmeister Pineiß, konnten die Schüler/innen dann wieder der Kreativitität freien Lauf lassen – ob in Form von Dialogen, inneren Monologen oder auch mit Zeichnungen. Als Künstlerinnen hervortun konnten sich dabei nicht zum ersten Mal Christina Smolnik und Mihaela Topalović, den Deal zwischen Spiegel und dem Stadthexenmeister Pineiß beschrieb Lukas Olschnig in Form eines Memes.