Kategorie: Noch mehr Kultur

Kurzfilm: Ende der Klischees?

Die Welt steht allen offen

Dass vielfältige kulturelle Projekte im Schulalltag eine große Rolle spielen, zeigt Jahr für Jahr der Jahresbericht der Praxis-HAK Völkermarkt. Immer wieder stehen dabei gesellschaftliche Fragen im Fokus, insbesondere die Überwindung überholter Wertvorstellungen.

Männer im Sozialbereich, Frauen in der Technik – die Zeit der typischen Berufe scheint immer häufiger der Vergangenheit anzugehören. Dass dieses Thema der nächsten Generation jedenfalls unter den Nägeln brennt, zeigte im Vorjahr etwa der Zeichenwettbewerb „Dress for Success“, bei dem die Vision eines weiblichen Pfarrers das Rennen um den Job der Zukunft machte.

Und auch der Völkermarkter Beitrag zum Kurzfilmwettbewerb „Zeitimpuls“ widmet sich den beruflichen Perspektiven von Frauen im Wandel der Zeit.

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Ein bewegtes Jahrhundert auf der Bühne

Dramatische Aufarbeitung zum Gedenkjahr

Zahlreiche Projekte setzten sich im Spätherbst mit dem Gedenkjahr 2018 auseinander. Im Geschichteunterricht unternahm Prof. Maximiliane Sebestyen den erfolgreichen Versuch, mit den Schüler/innen der 4BK Schlüsselmomente aus hundert bewegten Jahren österreichischer Geschichte literarisch aufzuarbeiten. Entstanden sind gleich mehrere dramatische Szenen, die Anfang Dezember der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Drei Szenen – zum Zusammenbruch der Habsburgermonarchie, zur Phase vom „Anschluss“ an Hitlerdeutschland bis zur frohen Kunde „Österreich ist frei“ sowie zum EU-Beitritt – finden Sie nachfolgend.


1918: Republik – und Kleinstaat

Von Sedina Halilovič, Nejra Ibrahimovič, Nina Lube und Katja Tscherteu

Mathilde: Hallo, Frida.

Frida: Ja hallo! Du, jetzt hätt ma endlich den Krieg hinter uns.

Mathilde: Ja eh, was da alles passiert is, is ja nicht mehr normal.

Frida: Ja, das is wirklich nirma normal. Heut hama den 10. November 1918. Wir leben seit 1914 in Armut und Elend. Wir haben in diesen furchtbaren vier Jahren unsere Ehemänner kaum zu Gesicht bekommen und viele sein natürlich gefallen. In diesen vier Jahr‘ hama große Hungersnöte ghabt und wos des Schlimmste is, wir hama Angst khabt und des jeden Tag. Jeden Tag seima wir mit Ängsten aufgstanden und ham zu Gott gebetet, dass es net unser letzter Tag is.

Mathilde: Ja, furchtbar is des, aber i hab ghört, dass ma a Republik werden sollen. Er muas lei nur noch so an Vertrag unterschreiben. Des hast fir uns ka Angst mehr, kane Hungersnöte und des Wichtigste: kane Kriege mehr.

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