Die Routine wurde zum Hindernis

von Pascal Romano

Liebe Kameradinnen und Kameraden,
liebe Freunde,
lieber Herr Professor,

nun ist es soweit: Das Semester neigt sich dem Ende zu und die Welt scheint in den meisten Fällen heil und zuckersüß. Doch dies, wenn man das komplette Semester betrachtet, war nicht immer so. Es gab – wie das Leben nun einmal so spielt – Höhen und Tiefen.

Aber beginnen wir mit dem Start des Semesters. Die ersten Wochen waren hinter uns gebracht und das erste heikle und viel diskutierte Thema – die „Klassensprecherwahl“ – gipfelte in einem großen Showdown der zwei Schwergewichte Philipp Maierhofer und Lauro Schöndorfer. Das Rennen war wie erwartet hart umkämpft und ziemlich knapp. Doch am Ende hieß der Sieger einmal mehr Phillipp Maierhofer. Man möge es nicht glauben – aber es sollte noch schlimmer kommen.

Nach diesem fulminanten Start kamen wir zu einem ernsteren und vor allem stressigeren Thema: der Neuen Oberstufe – NOST. Unser Klassenvorstand und auch viele andere Lehrkräfte wiesen uns auf die Gefahren der Neuen Oberstufe hin, doch diese wurden eher weniger für voll genommen und eher auf die leichte Schulter genommen. Es sollte noch eine böse Überraschung auf uns warten.

Aber schön Schritt für Schritt. Wenig später hatten Schüler der 2AK die Chance, ein Stück von Peter Handke sich zu verinnerlichen – das klang im ersten Moment vielversprechend. Doch so viel (ver-)sprechend war es dann am Ende nicht wirklich. Jedoch hatten ein paar von uns die Chance in dem Auto des Herrn Martin Erian mitzurollen – eine legendäre Geschichte, wir kennen sie alle. Es wurde gelacht, geweint… Emotionen nur so am Überlaufen. Viele Insider wurden ins Leben gerufen – um Beispiele zu nennen: Der nun offizielle, wenn auch interne Spitzname Tine ist in aller Munde, der Golf Rabbit ist und bleibt ein Legendengefährt und der Jürgen Klopp des Autofahrens wurde am 13.11.2019 geboren.

Nach dem Spaß kam aber auch die Arbeit und diese nicht nur in kleinen Mengen. Viele Schularbeiten und Tests machten uns das Leben, ich wage es zu sagen, zur Hölle. Ausgerechnet Mathematik bekam keine große Anerkennung in der 2AK – resultierend daraus gab es dann auch die entsprechenden Ergebnisse. Das Semester neigte sich im letzten Monat dem Ende zu, doch nicht die damit verbundene Arbeit, denn diese vier Wochen waren mit die stressigsten des Semesters. Tests um Tests um Tests – es nahm kein Ende. Meist jeden Tag ohne Erbarmen, wenn es gut lief, vielleicht einmal einen Tag Pause. Sogar ein Deutsch-Test oder eine Wiederholung, wie man es dann am Ende auch immer nennen will, wurde angesetzt. Es war – ich will es schön formulieren – ein sensationeller Pfusch. Doch dies ließ uns Herr Professor Erian auch spüren und befürwortete die Entwicklung der 2AK nicht im Geringsten. Er war – ich würde fast schon sagen – stocksauer.

Dies alles kostete sehr viel Kraft, doch nun ist es geschafft. Das Semester ist zu Ende, für viele erfolgreich, für viele leider auch wieder nicht.

Die Hälfte ist nun also erreicht, doch eine ist noch zu gehen. Diese wird vermutlich noch ein Stück schwerer, kälter und stressiger. Es warten spannende Herausforderung auf uns alle – wie wir sie dann bestreiten, liegt in unser Hand.

Also – auf ein großartiges zweites Semester. Mögen unsere Ziele erreicht werden und jene, die das Semester auf Grund einer Semesterprüfung noch nicht hinter sich lassen können, diesen, besonders diesen, wünschen wir viel Kraft, Durchhaltevermögen und Glück.

Lange habe ich mir überlegt, wie ich diese Rede beende. Am besten tue ich es mit den Worten, die am ehesten zu diesem Semester passen, und da kamen mir nur zwei Wörter in den Sinn: OIDA FUX!